Sensation!!! Movember in Schruns-Tschagguns!

Die fast weltweit bekannte Oberlippenbart-Aktion im November jeden Jahres - kurz "Movember" - macht auch vor den Rängers nicht Halt.



Anbei ein Foto der schnauztragenden Vorstandsschaft - vlnr: Chris "Dabl-Juh" Ribörnig, GJST(*) Obi Wayne Dungler, Jogi Jagr
Im Anschluss an das Training wurde von einer Abordnung Rängers noch die Schroffenstube besucht, wo Rängers und - innen verblüfft feststellten:
"oh Schnäuz schtonn uf Schnäuz...!"

Die Aktion wird im nächsten Jahr weiter ausgeweitet, wenn es November ist und wieder heisst: "letz grow a Rotzbrems...!"

(*) Gjst = Ganzjahresschnauzträger

!!! BRANDAKTUELL !!!
Silvesterparty am 30.12.2010

Nach monatelangen Recherchen gelang es der Rängers-Online-Redaktion nun endlich, den letztjährigen Silvesterhock in der Garage von Hall-of-Fämer Hödiger Rüdl(*) zu rekonstruieren. In mühevollster Kleinarbeit trug Starreporter Alex Fänghänd verloren geglaubte Details zusammen und vollendete schlussendlich alles zu einem glaubwürdigen Puzzle. Aufgrund mehrerer Fotobeweise kam nun das ganze Ausmaß der Festivitäten zum Vorschein.

Hier die Chronologie der Ereignisse:
Irgendwann in der Woche vor dem 30. Dezember 2010 lud Edel-Ränger Hödiger Rüdl alle Rängers zu sich nach Hause ein. Genauer gesagt nicht in sein Heim, vielmehr in seinen Garten bzw. seine Garage. Am 30.12.2010 gaben sich auch einige Cräcks ein Stelldichein, allerdings nachdem zuvor der traditionelle Holy-Haki-Friday absolviert wurde. Somit gilt es nun als erwiesen, dass die ersten Rängers erst gegen 00.30 Uhr – also bereits am 31.12.2010! – in Rüdl’s Vorgarten eintrafen.

Dank Fänghänd‘s unermüdlicher Untersuchungen konnte darüber hinaus zweifelsfrei festgestellt werden, dass dieser Holi-Haki-Fraidäy an einem Thörsdäy abgehalten wurde! Eine Tatsache, die heute alles in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Jedenfalls wurden von Gastgeber Rüdl leckere Grillwürste und andere tote Tiere kredenzt, die von den Rängers auch gerne verzehrt wurden.

Dazu wurde köstlicher Gerstensaft serviert und auch konkret vernichtet. Bei offenem Lagerfeuer unter freiem Himmel wurde über so manches Ereignis aus dem zu Ende gehenden Jahr diskutiert. Hartnäckige Gerüchte, wonach Coach Blex A. hier die meisten erwähnenswerten Vorkommnisse beisteuerte, wurden durch Fänghänd’s knallhartes Recherchieren beinhart bestätigt.

Irgendwann zwischen 02.07 Uhr und 02.24 Uhr (die genaue Tatzeit konnte nicht eruiert werden) verließ J. Jägr die Party. Jägr war also nach erfolgtem Umzug in Rüdl’s Garage nicht mehr zugegen! Anwesend waren somit nur noch Obi Dabblju Düngler, sein Vize Ribörnig, Coach Blex A., Shakira Bortscher, Märio Noseplaster, Dabbju’s Bruder S. Wirt, Rängers-Online-Reporter A. Fänghänd, und Rüdl‘s Garagen-DJ, dessen Name von der Redaktion bis heute nicht ermittelt werden konnte.

Gastgeber Rüdl hingegen hielt es wie Jägr und verabschiedete sich frühzeitig! Eine schier undenkbare Tatsache, die allerdings aufgrund von Fänghänd’s Recherchen eindeutig belegt werden kann! Offensichtlich wurden kurz vor Rüdl’s Untertauchen von letzterem noch Mandarinen mit Zigaretten als Nachspeise angeboten, die allerdings nur von Ribörnig konsumiert wurde. Obi Dabblju konzentrierte sich ausschließlich auf die Magnesium-Zufuhr und kam dem Zipfelbrennen erneut ziemlich nahe. Sein Bruder S. Wirt und DJ Werauchimmer sorgten derweil für musikalische Unterhaltung samt Tanzdarbietung. Zwischen Coach Blex und Ribörnig entwickelte sich zudem ein rege Diskussion über die einige Stunden zuvor einstudierten Spielzüge, die Ribörnig seinem Coach auf einem leeren Löschblatt nochmals zu erklären versuchte. Ribörnig setzte sich schließlich hauchdünn durch und erhielt hierfür einen gummierten Lorbeerkranz…

Sehen Sie sich das an...

Bei riesigen Nebenwirkungen tragen Sie Ihren Arzt in eine Apotheke.

Brandaktuell für Sie berichtete:
Rängers online

*Name von der Redaktion geändert



Sensation in Schruns/Tschagguns:
Schroffarangers holen die Silbermedaille beim RangersCup 2011!!

Sensationelle Sensation in Schruns: beim international besetzten RangersCup des EHC Schroffarangers am 22.10.2011 in der Eisarena Schruns-Tschagguns sicherten sich die Rangers Platz 2 und mussten sich im Finale nur knapp der Mannschaft der Crashbulls Weingarten geschlagen geben.

Die Rängers wurden zudem als bestes Bürser Eishockeyteam 2011 ausgezeichnet und feierten diese Auszeichnung ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden des 23.10.2011.

Teilnehmende Teams :

EHC Thunderbirds Lorüns
Montjola Cracks Thüringen
Beyhartinger Scheibenjäger
Crashbulls Weingarten
EHC Schroffarangers Bürs


Es war ein wunderschön sonniger Herbst-Samstagvormittag. Die Leitung der Montafoner Schulen hatte extra allen Kindern schulfrei gegeben, aber das Wetter war zu schön und darum waren wohl alle Kinder im Schwimmbad.

Alle 15 Zuseher bekamen von Beginn an packende Spiele zu sehen. Spiele, die dankenswerterweise von den professionell agierenden Schiris der 1. Mannschaft des EHC Montafon geleitet wurden.

Alle Mannschaften überstanden das Turnier und die teilweise harten Spiele so gut wie verletzungsfrei. Einzige bekannte Ausnahme war Thunderbirds-Starverteidiger Chris ("Himself") Ribörnig, der sich nach voriger Absprache mit seiner Mannschaft im Spiel gegen den später glückreichen Turniersieger leider glücklos in einen Schuss warf, wobei ihn der Puck an Rist und Knöchel seines rechten Vorderhufes streifte und ein Hämatom von ungeahntem Ausmass und Farben aller Art für Ribörnig zur Folge hatte. Mit dieser Berichterstattung wurde bis zu Himselfs vollständiger Genesung zugewartet.

Die Rangers (mit ä) bekamen es gleich im ersten Spiel mit den Crashbulls Weingarten (äh ..auch mit ä?) zu tun. Leider erwischten unsere deutschen Freunde den besseren Start, während unser Goalie Fänghänd erst kurz zuvor aus Omsk/Russland kommend in Österreich gelandet war. Die Auswärtsspiele in Russland sind für Alex nicht immer so einfach wegzustecken, auf jeden Fall waren wir froh, dass ihm Trainer Vladimir "Vladi" Vostok grünes Licht für den Rangerscup gegeben hatte. Dennoch mussten Fänghänd und wir im ersten Spiel vier Gegentore beklagen, welche einerseits auf ein kleines Jet-lag zurückzuführen waren, während wiederum von uns vorne aus Eigenem keine Tore erzielt werden konnten.

Anders dann im Spiel zwei gegen die Montjola Cräcks aus Thüringen, welche mit 3:0 Toren bezwungen werden konnten. Montjola-Goalie Luke Z.Opel, KFZ-Reparateur mit Zweitwohnsitz in Bürs, agierte in Topform, konnte aber die Niederlage seines Teams nicht verhindern. Weshalb Montjola-Coach Mario Kaufmän im Groll voll seinen Schläger an die Bande und anschliessend über die Spielerbank geworfen haben soll, ist bis heute leider nicht zweifelsfrei geklärt. Aber er fand wohl was nicht so toll.

Danach bekamen wir es mit unseren Freunden aus Lorüns zu tun, welche sich über die Hälfte des Spieles tapfer zur Wehr setzten und uns ganz gehörig forderten. Irgendwann aber platzte dann der Knoten und die Rangers erzielten den Führungstreffer, dem dann nach Einbruch unseres Gegners (vgl unten - Zitat Iris Schalegg) noch 5 weitere Treffer folgen sollten. Dennoch war die Partie bis dahin durchaus in beide Richtungen offen gewesen.

Am Spielfeldrand spielten sich indes dramatische Szenen ab: Iris, Gattin des Hünen Tom Shallegg, ebenfalls in den Diensten des EHC Thunderbirds, nach dem Spiel zu ihrem Gatten: "...etz sinn miar (also Mutter und einjährige Tochter) extra inna Zualuaga ko, aber du bisch so langsam ufam Eis ummagfahra, daß miar grad di Klie ufm Arm verschlofa isch...!" Die Hoffnung von Thomas S, nämlich, dass diese Aussage der Gattin nicht bis zum Berichterstatter durchdringt, konnte gleich von Anfang an durch Rangers-Goalie Alex "Fänghänd" Khünymosh abgetan werden. Sorri, Schnaggi, des isch einfach z guat... ;-))

Das vierte Spiel mussten die Rangers gegen den Angstgegner Beyharting bestreiten. Die Beyhartinger kamen morgens beynhart zu sechst an, stiegen mit 3 Kisten Bier aus ihrem Bus, tranken erstmal gemütlich eine Hoibe und machten sich auf die Suche nach einem Goalie, den sie schlussendlich in Stefan Reithofer, dem zweiten Goalie der Montjola Cracks, finden sollten. An diesem Tag waren die Beyhartinger wieder mal ein zäher, hartnäckiger und gefährlicher Gegner, was alle Teams - allen voran der spätere Turniersieger - zu spüren bekamen. Gegen die Crashbulls wehrten sie sich mit aller Kraft. Aber leider mussten Sie am Schluss klein beigeben. So auch dann gegen die Rangers, die das Spiel durch zwei Tore von Topscorer Dany "Bubu" Burtscher ("5 in 1 Turnier") dann doch noch auf die Siegerstrasse biegen konnten.

Folglich kam es im umjubelten Finalspiel dann zur Neuauflage des Erstrundenspiels der Rangers gegen die Crashbulls. Das Spiel begann pünktlich mit Anpfiff. Während der Spielunterbrüche herrschte Totenstille. Lediglich die Musik der Turnierleitung krachte mit ohrenbetäubendem Lärm aus den Lautsprechern.

Dann geschah es: Ein Querschläger der Crashbulls wurde unabsichtlich von deren Stürmer in Richtung Rangers-Tor abgefälscht und fand den Weg ins Tor. BädBoy Marko Burtscher lieferte sich einen Zweikampf, der mit einer 2-Minutenstrafe belohnt wurde. Leider folgte aus dieser Unterzahlsituation das 0:2 (wunderschöner Treffer vom Käptn himself). Danach konnten sich die Rängers kurz nochmals zurückfighten, nachdem J.Jägr der Anschlusstreffer gelungen war. Aber leider sahen sich die Rangers dann bald wieder in Unterzahl, was den Treffer zum 1: 3 zur Folge hatte. Das wars dann. So blieb am Ende nichts weiter, als den Crashbulls zum verdienten Turniersieg zu gratulieren.



(...nützt nix. Ein Ranger bleibt trotzdem fair.)

Obi D.Wungler wunderte sich noch Tage nach dem Spiel, dass er eigentlich auch mal gerne auf die Strafbank möchte, aber offenbar um Zweikampf zu harmlos agiert.

Im Anschluss an die Spiele begab sich der gesamte Tross in die Braugaststube des Restaurants Kohldampf in Bludenz, wo bei einigen Getränken und Speisen die Siegerehrung und Nachbesprechung durchgeführt wurde.

Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals dem EHC Montafon für die super Schirileistungen und Bewirtung des Turnieres. Besonderer Dank gilt auch den Herren Sebastian Naier und Patrick Plangg für die höchst professionell durchgeführte Organisation und Leitung des Turnieres!!

Hier geht's zu den Ergebnissen

Übrigens: nach dem Turnier ist vor dem Turnier - die Vorbereitungen auf 2012 sind schon voll im Gange!



Am 22.10. ist es wieder so weit, Rängers Cup is bäck!

Hier geht's zur Infomappe


!! SENSATION IN SATTEINS !!
BÖRND RÄGGL GEDRAFTET

Praktisch mit Saisonstart wurde der langjährige Schroffaränger Börnd Räggl von seiner Lebensgefährtin Sabine gedraftet. Sabine sicherte sich somit die Transferrechte von Räggl, der aber dennoch weiterhin an die Schroffarängers ausgeliehen wird. Auf der anderen Seite sicherte sich Räggl dank kluger Verhandlungstaktik seines Managers die (Nach)namensrechte von Sabine.

Gerüchten zufolge unterzeichnete Räggl einen hochdotierten Vertrag, der ihm wöchentlich neben 3 x Kindsnen und 1 x Saubstaugen noch mindestens 1 x Mülleimerentleeren einbringen soll. Unter Insidern wird vermutet, dass die Laufzeit seines neuen Vertrages lebenslänglich Gültigkeit hat.

Zur Vertragsunterzeichnung erschienen neben Obi Dabblju Dängler und dessen Vize noch weitere Vorstandsmitglieder und Spieler der Schroffarängers. Die Vertragsunterzeichnung ging am 14.10.2011 um 13.00 Uhr wie immer auf einer geheimen Pressekonferenz vonstatten und somit erst 9 Stunden (in Worten: neun Stunden) vor der Deadline zum ersten HHF. Räggl wäre so gesehen auch zur Saisoneröffnung der Schroffarängers spielberechtigt gewesen, jedoch erhielt er hierfür noch nicht die Freigabe seitens der neuen Besitzerin. Ein kleiner Rückschlag für Räggl, der sich somit die von ihm angestrebte Titelverteidigung der Perfect Season einmassieren kann.



Liebe Sabine, lieber Bernd,
herzliche Gratulation zu eurer Hochzeit und alles Gute für eure gemeinsame Zukunft !!


Rängers go Czechia 2011
Fotos...

Sonntag, 25.09.2011, 07.30 Uhr:

 

Die Rängers und -innen treffen sich pünktlich wie jedes Jahr morgens auf dem Parkplatz des Restaurantes George@Joe in Bürs zwecks gemeinsamer Fahrt nach Tschechien. Für heuer sind 13 Rängers zum Trainingslager angemeldet:

 

Dani "Bubu" Burtscher, Bernd Räggl, Döbi Dobler, Luki Zoppel, Luke "Mono" Mangeng, Blex A,  Chris Ribörnig, Obi W.Dungler, Mario Kaufmän, Meik Hunter, Nobi Schechner, Sigi "Squirrel" Witwer, Jogi Jagr

 

Am Start sind 12 Rängers, Edelränger Nobi Schechner wird persönlich in Germering Süd, Ausfahrt 24, an der Autobahn abgeholt.

 

Wir steigen in die beiden Busse, kurz "Air Forz One" und "Vize-Bus" genannt, schön mit Eishockeytaschen und Koffern, Rücksäcken und Bier beladen und schon kann's losgehen. Zwei Runden durch den Kreisverkehr, Navi auf "on" und auf die Autobahn. Die Dixie-Chicks untermalen die Autobahnfahrt mit "taking the long way", was ja eigentlich nicht ganz stimmt, weil wir eigentlich den kürzeren Weg nehmen, aber uns angesichts der vor uns liegenden Woche total egal bzw auch wurscht (engl: sausage) ist. Hauptsache, die Musik passt, der Text ist vorerst nicht so wichtig. Das Einzige, was an einem Text in dieser Woche wichtig sein wird, ist sein humoristisches Potential.

 

1,5 Stunden Fahrt liegen hinter uns, und unsere Stamm-Autobahnraststätte Aichstetten ist in Sichtweite.

Also - Abfahren und Frühstücken. Heuer herrscht aus furztechnischen Gründen totales McDonalds-Verbot. Auch die Neo-Tschechen Luki Z und Bubu halten sich brav an die Gebote und essen wie alle andern vitaminhaltiges Trucker- bzw Weisswurstfrühstück. Dazu wahlweise Kaffee, Kakao oder Weissbier. Es ist alles vorhanden und erlaubt. Nur nicht Mc Donalds:) 

 

Nach dem Frühstück bzw auf der Weiterfahrt verdunkelt sich die Miene von Obi D.Wungler. Er ist etwas säuerlich, da seiner Meinung während der Fahrt zu viele Pausen gemacht werden. Obi möchte am Liebsten unter einmal nach Zruc/Cz durchfahren und dort gleich auf der Terrasse ein Gambrinus hinunterpressen. Tja, etwas Geduld muss aber noch sein, Obi. Immerhin bist du höchstselbst Fahrer von Airforce One und darfst aus diesem Grund vor Ende der Fahrt keinen Alkohol zu dir nehmen, andererseits nehmen schon alle anderen, weil sie eben nicht fahren müssen, Alkohol zu sich und müssen alle 30 Minuten aufs Klo.

 

"...........the same procedere as every year, james....". "Eeeaahh, missssophie"..........*stolper*

 

Aber Alkohol ist in der kommenden Woche eher verpönt bzw wird nur in geringeren Massen genossen werden wollen... denn zweimal Training am Tag + Alkohol = umitrol.

 

Im Vizebus kommt es zu tumultartigen Szenen. Fahrer Chris Ribörnig verpasst um Haaresbreite die Ausfahrt Germering Süd 24, da Beifahrer Blex A ("4.Gang, links-rechts-Haarnadel 5 Uhr, Kuppe!") beim Einlegen der CD einer Bänd namens AC/DC versehentlich das Bordnavi lahmlegt. Gottseidank kann der Pilot die Lautstärke der sogenannten Truthahnmusig (vgl Czechia 2009 und 2010 jeweils Rubrik "Kalsa") zurückschalten und Copilot Blex A zur Mithilfe im Cockpit bzw zur Wiederbelebung des Navi animieren, sodass die Ausfahrt dann - wenn auch mit Überfahren einer Sperrfläche - doch noch gelingt. Am vereinbarten Treffpunkt wird Nobi S. von der Leitplanke losgemacht und in den Bus Airforce One aufgenommen. Dankbar teilt er sich sich gleich darauf mit Mario ein Festbier.

 

Die nächsten Stunden sind von Autobahnfahrt, Musik, Festbier und Klopausen geprägt. Mario K. stellt fest, dass sich auf dem Etikett des Fohrenburger-Festbieres die Firma Getzner befindet. Er fragt sich, warum nur. Wir von der Redaktion schliessen uns dieser Frage an.

 

Eine Pause muss noch sein, kurz vor dem Grenzübergang Deutschland/Tschechien werden zu Bestkondtionen Autobahnvignetten verkauft. Außerdem müssen die Rängers wie immer - aufs Klo. Aber danach reiten wir wieder los! Sigi Squirrel wird zur Begrüßung von einem gemeinen tschechischen Stech-Spatz angekotet.  Auch Bubu macht Erfahrungen am Rastplatz. Meik sorgt für eine Verlängerung der Klopause. Wir haben es sehr lustig.

 

Einzig Obi ist einfach nicht so gut gelaunt wie sonst. Irgendetwas bedrückt ihn......

 

.... na klar! Es liegt förmlich in der Luft, was ihn bedrückt. Es ist alles so - furzlos.

 

Ein Umstand, der sich im Lauf der Woche noch sehr ändern wird.

 

Zruck in Zruc

 

Endlich erreichen wir unser Ziel Zruc/Senec bei Pilsen und checken im Sporthotel Zruc ein: 1 Dreierzimmer mit Mono, Döbi + Siggi, 5 Doppelzimmer mit Bubu + Luki, Bernd + Nobi, Weni + Mario, Räp + Alex, Jogi + Meik. 

 

Ein Traum. Alle Angestellten sind noch dieselben wie im Vorjahr, woraus wir schliessen, dass die Woche auch heuer wieder kulinarisch sehrgut bis Weltklasse werden wird. Wir machen noch unseren Check in und geben unsere Passdaten durch. Doch wo ist Obi? in der Hitze des Gefechtes hat er sich bereits auf die Terrasse hinausgestohlen und sitzt schon mit seinem ersten Gambrinus in der Sonne. So. jetzt hat auch Obi seinen Frieden gefunden. Ah, da kommt schon der freundliche Kellner mit der Speisekarte. Oh wie gut, dass wir hier sind. Es gibt Norwegerlachs-Steak mit Spinat.

 

Karel ist auch schon da, wir begrüßen ihn voller Vorfreude auf diese Woche.

 

Am Abend werden die Mannschaften fürs heurige Training geformt: 

Bläckhawks, in der Folge kurz "Bläcks":  Wiesel Döbi Dobler, Räp, Meik, Mario, Nob, Squirrel, Karel Kostka (Coach)

White Power Team, in der Folge kurz "Whites": Luki Zoppel, Obi, Bernd, Mono, Alex B, Bubu, Jogi

 

Im Lauf der Woche werden wir feststelllen, dass die Teambildung sehr ausgeglichen und gut gelungen ist. Zudem wird Karel die kommende Woche nicht nur als Trainer, sondern auch als Spieler voll auf seine Kosten kommen. Immerhin wird er bei allen acht zur Verfügung stehenden Eiszeiten als Bläckhawk auf dem Eis stehen.

 

In der Kabine ist alles so, wie es noch nie war. Lieblich, nett, genug Platz, ein Luftentfeuchter steht in der Raummitte. Auch für Wasser und Bier ist gesorgt. Im benachbarten Penny-Markt haben Squirrel +Co ordentlich eingekauft und praktischerweise auch gleich im Einkaufswagen alles mitten in der Kabine abgestellt. Räp hat einen grossen Ipod-Adapter dabei und es laufen gleich am ersten Tag unsere Dixie Chicks.

 

Der nette Eismeister nimmt sich trotz Sonntag Zeit für unsere Schuhe und macht uns einen echten tschechischen Superschliff.

 

Im ersten Training am Sonntagabend ist dann mal alles so, wie es sein soll. Zwar sind alle noch mehr oder weniger wacklig auf den Schuhen (außer Mono), aber die Whites panieren die Bläcks deutlich.

 

Am Abend essen wir im Hotel und reden über Eishockey. Karel gibt uns Tipps und Tricks weiter. Ausserdem sagt er: "Wenn du Haare am Sack hast, dann musst du sau(er) sein!"

Aus dem Gespräch hört man deutlich heraus, dass Karel trotz seines Alters noch nicht mal annähernd an Ruhestand denkt. Er freut sich schon wieder auf die nächste Kinder/Jugendmannschaft, die in sein Camp kommt (Karel ist ja normalerweise professioneller Trainer in seinen Eishockeycamps für renommiertere Eishockeyvereine. Die Woche mit uns ist natürlich auch professionell, aber doch eher professionelles Hobby).

 

Schön, Karel zuzuhören. Er ist heiß auf Eishockey wie ein Junger.  

 

Montag, 26.9.2011:

 

7.30 Uhr. Frühstück. Alles pipifein, Kaffee, Tee, Toast, Vollkornbrot, Schwarzbrot, Schinken, Käse, Ei, Joghurt, Müsli usw usw. Räp stellt verschlafen fest, dass sein Frühstücksei kalt ist. Das muss besser werden. 

 

Um 9.15 Uhr ist Training. Fertig frühstücken. Siggi und Mono boxen sich gegenseitig am Frühstückstisch. Alex denkt an Kasla. Kasla hat nie gefurzt...

Wir fahren mit den Sportbussen zur Eishalle. Im Vizebus läuft die EAV. Der Song "Der Wein Von Mykonos" entpuppt sich schon gleich zu Beginn zur Hymne der Woche. "...Ihr Götter des Olümp, was ist das für ein Glümp...?"

 

Das White Power Team dominiert auch das zweite Training. somit steht es 2:0 für die Whites. Danach zurück ins Hotel, essen, schlafen, chillen, reden, Jassen oder auch Bier trinken (oder Mineral, je nach

Einstellung). Luki Z muss zwischenzeitlich am Telefon seine Firma mitleiten. Nob hat hingegen kein Netz hier in Tschechien und somit auch keine ungeplante Arbeit zu erledigen.  

 

Das Nachmittagstaining um 14.00 beginnt verheissungsvoll: Obi furzt wie wild und grinst breit vor sich hin. Beim Umziehen fällt einigen Sitznachbarn auf, das Obis Zehen an die eines Hobbits erinnern. Obi ist dies aber egal. Er brennt schon aufs Training bzw lässt gleich Einen brennen.

 

Die Übungen im Training sind wieder einmal sehr czuper. Karel ist wie jedes Jahr immer perfekt vorbereitet und macht ein professionelles Training. Im Nachmittagsmätsch presst sich Räp gegen Bubu und verliert knapp mit einem Cut am Kinn bzw mit einem leicht lädierten Kiefer. Dafür gewinnt Räps Bläcks- Team das Nachmittagsmätsch knapp und stellt auf 2:1.

 

Räp nimmt danach bis auf weiteres leicht kaubare Kost zu sich. 

 

Am Nachmittag steht Beach(bitch)-Volleyball auf dem Programm. Obi, Luki Z und Mono gegen die Bläcks Nobi, Siggi und Mario. Die Whites gewinnen klar und deutlich. Mono "paniert" im wahrsten Sinne klar und deutlich Siggi, indem er dessen verschwitztes Gesicht für einige Minuten in den Sand drückt. Siggi's Antlitz sieht danach aus wie ein paniertes Schnitzel...

:)

 

Es herrschen sommerliche Temperaturen, wir sitzen auf der Terasse, trinken ein oder mehrere Gambrinus und lassen den Tag Revue passieren. Die Whites werden nochmals sehr von Karel gelobt. Sie sind seiner Ansicht nach einfach besser, obwohl er mit "seinen" Bläcks alles gibt. Er weiß sich auch keinen Rat. Vor allem Obi macht ihm Sorgen: "Werner ist wie Tintenfisch!! zuviel Arme und zuviel Kraft!"

 

Dienstag, 27.9.2011:

 

7.30 Uhr. Frühstück. Alles ok, nur Blex ist heute etwas sentimental. Er sagt, dass Kasla tatsächlich nie furzt. Räp hingegen schon. Räp wiederum entgegnet, dass er in der Nacht Angst um seine Bettdecke und Socken hatte und krampfhaft alles festhalten musste. Beinahe hätte sie nämlich der schnarchende Blex A eingesaugt.

 

In der Kabine kommt es heute morgen zu einem Eklat: gegen Räp, Meik und Jogi bildet sich eine "Anti-Dixie-Chicks-Front", welche von Siggy Squirrel, einem Rammsteinverehrer, der ungünstigerweise neben dem Mannschafts-Ipod sitzt, und von Mario Kaufmän angeführt wird. Siggy unterbindet die Dixie-Chicks und bezeichnet deren Songs als "Katzamusig" und legt Rammstein ein. Der Dienstagvormittag ist deshalb vor Trainingsbeginn schon von "duhastmich" geprägt. Auch Songs der Musikgruppe AC/DC, vom heuer abwesenden Kasla als "Truthahnmusig" bezeichnet und in der Kabine dadurch bislang oft verpönt, schallen durch die Katakomben der Eisarena in Tremosna. Erst, als dann auch die Foo Fighters von Squirrel zugelassen werden, beruhigen sich die Gemüter wieder ein bisschen. Allerdings zuwenig, um die Kluft zwischen Bläck änd White zu überbrücken.

 

Im Training geht es dann Schlag auf Schlag. Erst Aufwärmen, dann Schlagschusstraining. Danach Mätch. Denn: Es kann nur einen Sieger geben.

Das Spiel steht auf Messers Schneide, die Whites sind das klar bessere Team, doch dann passiert es:

 

Das Trauma-Tor von Tremosna

 

Räp erzielt ein Tor, das von den Bläcks frenetisch zum 3:3-Ausgleich gefeiert wird, allerdings ein irre-reguläres Tor (frei nach Johann K.) war! Alex B meint, dass dieses Tor wohl als "Trauma-Tor von Tremosna" in die Rängers-Geschichte eingehen könnte, denn der Puck lag unmittelbar vor dem Torschuss hinten auf dem Tornetz. Deshalb eine krasse Fehlentscheidung. Leider hat aber der Referee heute seinen freien Tag und kann deshalb nicht verhindern, dass das Spiel in die Verlängerung und danach noch ins Penaltyschiessen geht. Coach Karel ist auch nur bedingt unparteiisch, da er diese Woche zu den "Bläcks" konvertiert ist. Von der Ungerechtigkeit der Ereignisse übermannt, verlieren die Whites das Penaltyschiessen. Siegfried Squirrel setzt nach Anweisung seines Coaches Karel K. einen Russischen Penalty (=Schlagschuss) unhaltbar und für uns unfassbar in die Maschen. 

 

In der Kabine kommt es danach zur Dusch-Demütigung der Whites: Bläcks-Keeper Döbi und Co duschen sich mit Champagner, während die Whites geduckt in der Kabine hocken und in ihre Gambrinus-Dosen starren. Das Frohlocken der Bläcks ist nicht auszuhalten. Dazu auch noch Rammstein. Eine Tragödie.

 

Sportlich gesehen können wir hiermit eines vorweg nehmen: Die Bläcks haben die Spielserie während der Woche knapp für sich entschieden. Im Sinne der sportlichen Fairness und des Mannschaftsfriedens gratuliere ich nunmehr im Namen der Whites der gesamten Schwarzen Brut zu ihrem glücklichen und geklauten Sieg. Aaaargghhh...... das Ganze ist noch lange nicht vergessen.......!..............darüber reden wir noch!!  Ihr............!!! 

;-)

 

Spaß beiseite. Der Nachmittag ist angebrochen. Wir fahren heute direkt nach dem Training nach Prag.

Prag: Eine Traumstadt.

 

Mit unseren beiden Sportbussen fahren wir bis in die Vorstadt von Prag. Unsere Fahrer Räp, Squirrel und Bernd bringen uns sicher ans Ziel, einem grossen Parkplatz nahe der tschechischen Metrostation Zlicin.

Von dort geht's per U-Bahn über Namesti Republiki und schliesslich nach Ceskomoravska weiter.

 

Das Wetter passt, die Frisur hält, alle Anwesenden sind guter Dinge und Karel führt uns durch die Prager U-Bahn. Heute steht erstens der Besuch der weltberühmten Restaurants "Flecu" auf dem Programm, wo wir alle mit Becherovka empfangen und danach mit dunklem Bier und Schweinshaxn bzw Schweinsbraten oder Gulasch verwöhnt werden. Nach einigen Runden Bier ziehen wir weiter in die Innenstadt, wo ein Bankomat eine Rängers-Bankomatkarte verschluckt. Trotz sofortiger Intervention durch Karel wird die Karte nicht mehr gefunden. Czauberei...

Danach gibts noch für alle ein Staropramen in einem namentlich nicht bekannten Innenhoflokal in Prag.

 

Um ca 17.00 brechen wir auf, denn wir haben Karten für das Extraliga-Hockeyspiel Slavia Prag gegen HC Litvinov. Voller Freude betreten wir die O2-Arena. Slavia Prag spielt in Weiß-rot gegen die gelbe Gefahr aus Litvinov. Litvinov gewinnt die Partie knapp mit 3:4. Auf der NHL-Eisfläche in der O2-Arena sehen wir ein packendes und turbulentes Spiel sowie eine Heimmannschaft, die (wie letztes Jahr) nach dem Verlust der Partie voller Reue auf dem Eis vor die heimischen Fänkurve kniet und sich die Schelte der Anhänger abholt.

 

Auch für uns Schroffarängers wäre diese Aktion vorbildlich. Aber bisher haben wir ja bekanntlich noch kein Heimspiel verloren und - falls doch - unsere beiden Zuschauer gehen meistens nach dem 2. Drittel aufgrund der Kälte und Uhrzeit (Spielbeginn 22.00 Uhr) nach Hause.

 

Wir gehen hingegen nach dem Spiel nicht nach Hause, sondern fahren mit der U-Bahn nochmals in Richtung Innenstadt. In der vollen U-Bahn testet NeoRänger Bubu seine Rängerqualitäten und setzt Einen in den Wagon. Die daraufhin eingeleitete Vollbremsung erfolgt automatisch, wir können jedoch unerkannt entkommen.

 

In der Innenstadt ist aufgrund des nach wie vor warmen Wetters wirklich was los. Wie immer, Prag ist eine Studentenstadt und entsprechend viele Junge ziehen durch die Strassen. Da es draußen so komfortabel warm ist, ist dafür das Hard-Rock-Cafe (unsere Neue Stammkneipe in Prag - siehe Bericht 2010) wenig besucht und es finden sich mit Leichtigkeit Plätze für alle Rängers. Am Tisch 1        (Luke Z, Nobi, Bernd, Karel und Mario) gibts Staropramen und scharf gewürzte Chickenwings, welche allen Testern den Schweiß auf die Stirn jagen. An Tisch 2 (Blex, Bubu, Meik, Räp) wird geraucht, gesnüsst und Bier konsumiert, während an Tisch 3 (Mono, Siggi, Döbi, Jogi + Obi) vor allem Herr Luke Mongend (Familienname von der Redaktion geändert) in einen Mohitorausch verfällt und einen Rekordversuch anstrebt. Beim Fünften Mohito erleidet Mono aber einen Schwächeanfall und lässt ein Glas Mohito zu Boden gleiten, was seine sofortige Disqualifikation zur Folge hat. Schade, denn in der internen Team-Cocktail-Trink-Wertung der Jahre 2010 und 2011 lag Mono zu diesem Zeitpunkt mit 5 Mohitos hinter Fänghänd, Bernd, Bäd Plängg, Mono 2010, Heribert, Spalti uva auf Rang 17.

 

Der Einspruch bei der Turnierleitung bringt Mono keinen Erfolg ein. Er kriegt vom Kellner noch ein letztes kleines Bier genehmigt. Danach müssen wir weiterziehen, denn die letzte U-Bahn fährt um 0.07 Uhr. Die müssen wir unbedingt kriegen, denn morgen ist ja wieder Training.

 

Die Heimfahrt erfolgt nach dem altbekannten Schema. Magenwinde werden erst abgelassen, sobald sich alle in einem verschlossenen Raum (Bus, U-Bahn, Lokal, Zimmer) befinden. Karel fährt im Vizebus mit und lacht sich mit uns einen Holzfuss bei Songs der EAV (...der Wein von Mykonos...).

 

Mittwoch, 28.09.2011:

 

Beim Frühstück erscheinen bis auf Blex A alle Rängers. Alex ist kränklich und bleibt dem Training fern. Nobi verspürt Haarschmerzen vom Vortag.

 

Die unglaublichen Bläcks besiegen uns ein weiteres Mal mit 5:4. Wir Whites wissen, dass dies insgesamt einer 4:2-Führung der Bläcks gleichkommt. Beinahe gleichgültig nehmen wir Whites den Sieg der Bläcks zur Kenntnis, denn wir wissen: In dieser Woche werden wir uns euch Bläcks noch einmal so rrichtig zur Brust nehmen. Wartet nur ab.

 

Jedenfalls passiert dies dann aber nicht am Mittwochnachmittag, denn da bleiben wieder die Bläcks siegreich.

 

Wenn Blicke in der Dusche töten könnten.... diese Sieges-Chöre und die Truthahnmusig sind unerträglich.

 

Am Abend sind wir nach einigen Stunden Schlaf (oder was auch immer) im Zimmer im Hotel-Speisesaal zum Tartar-Essen verabredet. Zudem wird heute das Spiel AC Milan:FC Pilsen live übertragen. 

 

Das Essen ist eine Klasse für sich. Rohes, zerhacktes Beef-Fleisch, vermischt mit verschiedensten Gewürzen, Ei und Knoblauch und das Ganze auf in Fett dunkelbraun herausgebackenen Schwarzbrotscheiben, dazu feiner schwerer Rotwein. Der Knoblauch vertreibt alles, was im Entferntesten an Vampire erinnert. Nur der Hund vom Nachbartisch streift - an der Leine wohlgemerkt - zwischen unseren Beinen umher, bis er uns mit einem echten Gordischen Knoten verbunden hat. Mono isst das erste Tartar in seinem jungen Leben und ist total begeistert.   

 

In der Fussballpause überreichen wir Karel ein Mannschaftsbild unserer Truppe und sprechen ihm unseren Dank für die bisherigen Trainingslager und seine Verbundenheit aus. Gleichzeitig hoffen wir darauf, dass solche Wochen mit Karel noch viele Jahre möglich sind. Karel ist sichtlich erfreut und bestellt gleich noch mal eine Flasche Rotwein. 

 

 

Danach verliert Pilsen leider unglücklich mit 2:0 in Mailand, Sympathieträger Satan Ibrahimovic muss zu allem Überfluss noch einen geschenkten Elfer verwandeln. Die Borussen verlieren in Marseille mit 3:0, unsere Biene Maja Döbi weint beinahe. Räp holt sich via Konferenz-SMS noch den in Nüziders befindlichen Fleischundblut-Borussia-Fän Czetan Czpalt ans Telefon, welcher das SMS von Räp "na? hot dine Borussia ane kriagt?" ausführlich mit "schnauze.dia huara baguettefresser." quittiert.   

 

OK, darauf bitte noch ein Gambrinus. Dann neigt sich auch dieser Tag leider schon dem Ende zu. Oh Gott, wie schade. Nur noch zwei Mal schlafen, dass ist auch diese Woche schon wieder Geschichte....     

 

Donnerstag, 29.09.2011:

 

Zum Frühstück sind heute wieder alle beieinander. Es steht Vormittagstraining, freie Verfügung am Nachmittag und am frühen Abend ein Extraligaspiel in Plzen (HC Lasselsberger Plzen gegen Energie Karlovy Varý auf dem Speiseplan. Das hört sich ja auch gut an.

 

Das Trainingsmatsch im Anschluss an das tolle Training mit Karel gewinnen - einmal mehr - die Bläcks. Wieder denkbar knapp, aber doch. Unser Goalie Luki sagt es zwar nicht, aber er ist - gelinde gesagt - einfach "feddich". 

 

Am Nachmittag bleibt Luke im Bett. Er kann auch leider nicht mal mit nach Pilsen, so quält ihn der MK (= Muskelkater). Schade, denn das Spiel wird ein sehr Gutes sein. Luke bleibt also im Bett, Squirrel, Döbi und Jogi nehmen die Dienste des Herrn Sportmasseur in Anspruch, während auf Centercourt 1 Meik Hämmer und Räp Rävolver sich dem Einzeltennis hingeben.

 

Die Tennispartie verlangt von den beiden Spielern buchstäblich alles ab und muss schlussendlich um ca 15.00 Uhr beim Stand von 6:6 Unentschieden wegen Dunkelheit abgebrochen werden. Ein Sieger kann nicht mehr ermittelt werden. Eine Weiterführung des Spiels am nächsten Tag ist auch nicht möglich, da alle Tennisbälle nach dem heutigen Spielabbruch wegen Erschöpfung eingeschläfert werden mussten. 

 

M.Hämmer und R.Rävolver überlegen sich nun, ob sie im Rahmen der Tennis-ATP-Tour nächsten Jahr in Tschechien überhaupt nochmals melden sollen oder ob sie nicht einfach erst in Amerika mit einsteigen sollen. Immerhin gibt es dort Flutlicht.  

 

Am Abend fahren wir nach Pilsen und sehen das beste Extraligaspiel bisher. Martin Straka und sein Team des HC Plzen spielen Katz und Maus mit den Herren aus Karlsbad und fertigen diese mit 6:2 ab. Wir haben einen komfortablen Platz mit bester Aussicht hinter dem Tor, auf das 2 Drittel lang die Pilsner spielen. Leider schiesst Pilsen 4 seiner Tore im Mitteldrittel, also aus weiter von uns entfernte Tor, während die Karlsbader um Lukas Pech (sein Name war übrigens an diesem Abend für ihn Programm) die beiden Tore in Drittel 1+3 schoss (was wiederum bedeutet, dass auch diese Tore auf der anderen Seite der Halle fallen). 

 

Dennoch sehen wir ein super Czpiel in einer ausverkauften Halle, durch welche am Schluss die Welle schwappt. Die Zuschauer und auch wir sind sehr zufrieden und lassen dies die Mannschaft spüren. Zudem gibt es hier in Pilsen die besten Würste der Welt. Blex A hingegen isst einen czechischen Leberkäszesemmel, von dem er später behauptet, noch nie vorher etwas Schlimmeres gegessen zu haben.

 

Während des Spiels kann man in Pilsen kaum aus der Halle raus (nur bei Spielunterbrechungen), weshalb quasi alle Männer infolge Biergenusses (also ca 3.500) in den Drittelpausen aufs Klo müssen. Eine Wartezeit von ca 30 Minuten ist deshalb vorprogrammiert, es sei denn, man nimmt wie 2.500 Andere das Freiluftklo an der Außenwand der Eishalle. Eigentlich ein Wunder, dass sich die Halle bis heute auf dieser Seite nicht gesenkt hat...

 

Nach Spielende fahren wir heim ins Hotel, weil wir uns noch zum Essen angemeldet haben. Einzig die erzschwarzen Jungränschers Squirrel, Nobi S., Kario Maufmän und Döbi D. bleiben noch zwecks interner Meisterfeier (obwohl alles Freundschaftsspiele waren!) in der Stadt. Während des Essens im Hotel werden wir per MMS von den Machenschaften der Jungs informiert. Siggi hat ein Innenstadtlokal gefunden, in dem es 2-Liter-Mohitios gibt...

 

Im Hotel angekommen, warten 2 Herren der tschechischen Ausländerpolizei auf Herrn Burtscher aus Braz. Das ganze ist kein Schmäh. Bubu wird tatsächlich verhört und muss schlussendlich gegen Bestätigung seinen Reisepass abgeben, weil dieser in Tschechien als gestohlen gemeldet ist. Soso. Dieser Bubu kam uns immer schon etwas seltsam vor.........

:-)) 

 

Freitag, 30.09.2011:

 

Heute ist der große Tag. Alex B ist infolge einer sogenannten FF (Fleischkäse-Fergiftung) außer Gefecht, aber sonst sind alle Weißen voll motiviert.

 

Nehmst das, ihr Bläcks!

 

Heute passiert's also. Im Vormittagsspiel panieren wir die Bläcks einmal so richtig mit 10:4. Die Bläcks haben keine Chance. LukeZ, Bubu, Bernd und Co wachsen über sich hinaus. Mono, Obi und ich duschen uns zufrieden. Im Hintergrund höre ich plötzlich wieder die Dixie Chicks...

 

Zu Mittag presst sich Bubu seinen langersehnten Schweinshaxn in die Figur. Einzig die kastaniengrosse Knoblauchzehe muss er im Teller zurücklassen. "Magsch dia nümma?" fragt ihn Obi, der grade eben seinen Mokka serviert bekommen hat. "Na, sorri, aber dia goht nümma ihi," stöhnt Bubu. "Ok, denn nimm se i," meint Obi, und isst sie quasi wie ein Keks zum Kaffee. Ein Bild für Götter. Obi ist wieder der Alte. Jedoch: es fährt mir heiß durch die Gelenke, wenn ich an die Winde denke.

 

Am Abend spielen wir wieder wie jedes Jahr gegen eine tschechische Nationalmannschaft. Während wir letztes Jahr (es war ein Freundschaftsspiel) mit 1:11 unter die Räder kamen, sind wir heuer viel kompakter auf dem Eis und ringen den Tschechen ein 7:7 ab (Goals für die Ränschers: Mono2, Meik2, Alex1, Nobi1, Bubu1). Unser Coach Karel Kostka ist sehr zufrieden mit uns, was uns im Gegenzug ebenfalls sehr zufrieden macht. Wir haben heute echt gut gespielt.

 

Am Abend wird im Hotel pikfein gegessen und nochmals das ganze Trainingslager durchbesprochen bzw mit Gambrinus, Rotwein, Becherovka, anderen Spirituosen und Zigarren abgeschmeckt. Bis ca 0.30 Uhr dauern die Diskussionen, dann sind alle brav im Bett. Danke, lieber Gott. Das war eine perfekte Woche.

 

 

 

 

 

 

Samstag, 01.10.2011:

 

Alle sitzen in stiller Eintracht am Frühstückstisch und haben schon brav ihre Zimmer geräumt und gepackt, sodass wir pünktlich am 9.00 Uhr Karel verabschieden (er muss weiter nach Tachov) und unsere Heimfahrt in Angriff nehmen können. Unsere Fahrer Bernd und Räp leisten beste Arbeit (trotz starkem Verkehr und Stau).

 

An der deutschen Autobahn stehen Schilder mit der Aufforderung, den richtigen Abstand zum Vordermann einzuhalten:

 

„Richtiger Abstand zum Vordermann: halber Tacho“

 

Bubu rechnet nach: bei einem Tempo von 80 km/h müssten wir demnach zum Vordermann 40 Kilometer Abstand lassen. Kein Wunder also, dass da ab uns zu ein Stau entsteht....

 

Um ca 15.00 Uhr sind wir wieder in Bürs/A, wo wir von unseren Fäns frenetisch empfangen werden ("....kumm, leeramr am Papa d Eishockeytascha us....!") . 

 

Fazit: Ein wunderbares Trainingslager  liegt hinter uns. Heuer waren verhältnismäßig wenig Teilnehmer dabei, doch die Mischung der Gruppe und die Beinfreiheit in der Kabine waren einzigartig. Zudem war Karel heuer nicht nur als Trainier, sondern als vollwertiger Spieler der Bläckhawks im Einsatz. Sicherlich wird dem Leser klar sein, dass den Bläckhawks ohne Mithilfe des Profispielers Karel K. auch nicht nur ein einziger Sieg gegen die Whites gelungen wäre, aber das wird natürlich von der Gegenseite, der Schwarzen Volksfront, nie und nimmer zugegeben werden.

 

Angesichts dieser Verhaltensweise der Bläcks kommt mir schon wieder nur ein Gedanke: nächstes Jahr panieren wir euch.......   

 

Nochmals ein herzliches Danke an Alex B und Karel Kostka für die Organisation und Durchführung des Trainingslagers des EHC Schroffarängers in Zruck/Senec/CZ im Oktober 2011!

 

 

JJ

Oktober 2011